Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 4. November 2026 · Version 2026-11-04.2

1. Anbieter und Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von allinvoice und den Kauf zusätzlicher Belegkontingente. Vertragspartner ist der im Impressum bezeichnete Betreiber. Kontakt: info@allinvoice.de. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Bestellungen für private Zwecke sind ausgeschlossen. Individuell getroffene Vereinbarungen haben Vorrang.

2. Leistungen und Kundenkonto

allinvoice stellt die im bestellten Paket beschriebenen Funktionen zur Rechnungsverwaltung und vorbereitenden Buchhaltung über das Internet bereit. Der bei Bestellung ausgewiesene Leistungsumfang, die Benutzerzahl und das monatliche Belegkontingent sind maßgeblich. Eine ausdrücklich als „Coming soon“ gekennzeichnete Funktion gehört noch nicht zu den nutzbaren Leistungen. allinvoice erbringt keine Steuer- oder Rechtsberatung und führt durch das Erzeugen einer SEPA-Datei keine Banküberweisung aus.

Der Vertragsinhaber verwaltet das Unternehmen und die Zugriffsrechte seiner Teammitglieder. Die vereinbarte Zahl der Benutzerplätze umfasst den Inhaber, aktive Teammitglieder und noch gültige Einladungen. Ein Wechsel in ein kleineres Paket setzt voraus, dass das Team dessen Grenzen einhält. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln; der Kunde muss uns einen vermuteten Missbrauch unverzüglich melden.

3. Bestellung und Vertragsschluss

Vor dem Absenden werden Paket, Zahlungsweise, Leistungsumfang und Gesamtbetrag angezeigt. Eingabefehler lassen sich vor der Bestellung korrigieren. Mit „Kostenpflichtig abonnieren“ beziehungsweise „Kostenpflichtig bestellen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Die automatische Eingangsbestätigung dokumentiert zunächst den Eingang. Wir nehmen das Angebot mit der ausdrücklichen Auftragsbestätigung oder der bezahlten Freischaltung an. Bestellinformationen und die bei Bestellung akzeptierte Fassung dieser AGB werden gespeichert; die Bestellbestätigung wird per E-Mail übermittelt. Vertragssprache ist Deutsch.

Bei einer ausdrücklich als Sandbox oder Testbestellung gekennzeichneten Kasse erfolgen ausschließlich Testzahlungen. Dadurch entsteht kein entgeltlicher Produktivvertrag und es wird kein echtes Geld eingezogen.

4. Preise, Monats- und Jahreszahlung

Alle als netto ausgewiesenen Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlich anfallenden Umsatzsteuer. Maßgeblich ist der Gesamtbetrag in der Bestellübersicht. Bei Monatszahlung wird ein Monat im Voraus bezahlt. Bei Jahreszahlung werden zwölf Monate im Voraus bezahlt; der Jahrespreis enthält 10 % Rabatt gegenüber zwölf Monatszahlungen zum bei Bestellung angebotenen monatlichen Paketpreis. Die vollständige Jahreszahlung und ein gegebenenfalls angezeigter rechnerischer Monatspreis werden getrennt ausgewiesen.

Das gewählte Zahlungsmittel wird nach den bei der Bestellung angezeigten Bedingungen belastet. Automatische Verlängerungen werden im vereinbarten monatlichen oder jährlichen Rhythmus abgerechnet. Eine Änderung öffentlich angebotener Paketpreise ändert nicht automatisch den Preis eines bestehenden Vertrages. Rücklastschriften oder fehlgeschlagene Zahlungen können nach Benachrichtigung zur vorübergehenden Sperre kostenpflichtiger Funktionen führen; gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

5. Monatliches Belegkontingent – auch bei Jahreszahlung

Das Inklusivkontingent gilt für jeden Kalendermonat in der Zeitzone Europe/Berlin. Auch bei Jahreszahlung entsteht kein frei nutzbarer Jahrespool. Belege aus späteren Monaten können nicht vorgezogen werden; das rechnerische Kontingent für zwölf Monate kann nicht in einem einzigen Monat verbraucht werden.

Nicht verbrauchte Inklusivbelege verfallen am Monatsende und werden nicht übertragen. Die Zahlungslaufzeit des Abos und der monatliche Kontingentzeitraum sind voneinander unabhängig. Im ersten angebrochenen Kalendermonat steht das vollständige monatliche Inklusivkontingent zur Verfügung.

Ein Beleg entspricht einer zur Verarbeitung zugelassenen Originaldatei; ein mehrseitiges PDF zählt als eine Datei. Eine erneute Prüfung oder Korrektur derselben gespeicherten Datei zählt nicht erneut. Ein eigenständiger erneuter Upload kann als neue Datei zählen. Das Löschen einer bereits zugelassenen Datei gibt keine verbrauchte Einheit zurück.

Ist das verfügbare Kontingent ausgeschöpft, werden neu eingehende Originaldateien weiterhin gespeichert, soweit der aktive Vertrag dies ermöglicht. Ihre weitere Verarbeitung wartet auf verfügbares Kontingent. Der Kunde kann zusätzliche Belege ausdrücklich bestellen oder mit uns einen geeigneten Tarifwechsel vereinbaren. Es erfolgt keine automatische kostenpflichtige Nachberechnung.

6. Zusätzliche Belegkontingente

Zusatzbelege werden einmalig zum vor dem Kauf angezeigten Preis bestellt und erst nach bestätigter Zahlung gutgeschrieben. Sie werden nach dem monatlichen Inklusivkontingent genutzt und bleiben während eines aktiven Abos über Monatsgrenzen hinaus bis zum Verbrauch erhalten. Bei einem zum Kaufzeitpunkt aktiven Jahresabo gilt auch auf den regulären Zusatzbelegpreis des Pakets ein Rabatt von 10 %. Bereits gekaufte Kontingente werden bei einem späteren Wechsel der Zahlungsweise nicht neu bepreist.

Der rabattierte Einzelpreis kann Bruchteile eines Cents enthalten, etwa 0,135 € netto im Business-Jahresabo. Zuerst wird der genaue Einzelpreis mit der Anzahl multipliziert, anschließend wird der Gesamtbetrag auf volle Cent gerundet; die Umsatzsteuer wird nach den gesetzlichen Regeln berechnet. Die Bestellmaske zeigt eine gegebenenfalls erforderliche Mindestanzahl und den Endbetrag an.

Bei einer Rückzahlung werden die entsprechenden Zusatzbelege zurückgenommen. Bereits verbrauchte, erstattete Einheiten werden mit künftig gekauften Zusatzbelegen verrechnet; es entsteht dadurch keine automatische Zahlungsforderung. Bei endgültiger Vertragsbeendigung kann der Kunde die Erstattung ungenutzter, bezahlter Zusatzbelege zum tatsächlich bezahlten anteiligen Preis unter info@allinvoice.de anfordern. Gesetzliche Erstattungsansprüche bleiben bestehen.

7. Tarifwechsel und Jahresupgrades

Der Inhaber kann einen anderen Tarif oder eine andere Zahlungsweise für das Ende der aktuell laufenden Monats- oder Jahreslaufzeit verbindlich vormerken. Bis zu diesem Termin bleiben Tarif, Preis und Leistungsumfang unverändert. Ein Wechsel vom Monatsabo zum Jahresabo beginnt ebenfalls erst mit der nächsten Laufzeit. Der Wechsel aus einem Jahresabo zur monatlichen Zahlung und Downgrades aus einem Jahresabo sind erst zum Ende der bezahlten Jahreslaufzeit möglich. Ohne wirksame Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch, bei einem wirksam vorgemerkten Wechsel zu den ausdrücklich bestätigten neuen Bedingungen. Eine Vormerkung kann vor ihrer Ausführung im Kundenbereich zurückgenommen werden.

Die belegten Benutzerplätze einschließlich Inhaber und gültiger Einladungen dürfen die Grenze des Zieltarifs nicht überschreiten. Dies wird sowohl bei der Vormerkung als auch bei ihrer Ausführung geprüft. Reichen die Plätze nicht aus oder haben sich die bestätigten Vertrags- oder Paketbedingungen zwischenzeitlich geändert, wird der Wechsel nicht ausgeführt; der bisherige Tarif wird zu seinem bisherigen Preis fortgeführt. Der Kundenbereich zeigt den Grund an. Der Inhaber kann zunächst Zugänge sperren oder Einladungen zurücknehmen und den Wechsel danach erneut beauftragen. Gekaufte Zusatzbelege bleiben bei einem Tarifwechsel erhalten; ein neues Inklusivkontingent innerhalb desselben Kalendermonats wird dadurch nicht zusätzlich gutgeschrieben.

Abweichend davon ist aus einem Jahresabo ein Upgrade in einen höheren Jahrestarif während der bezahlten Laufzeit möglich. Der neue Jahrespreis und der bereits bezahlte Jahrespreis des bisherigen Tarifs werden jeweils nach dem verbleibenden Zeitanteil der laufenden Jahresperiode berechnet; beide Teilbeträge werden auf Cent gerundet und miteinander verrechnet. Die Kasse zeigt die einmalig zu zahlende Differenz zuzüglich anfallender Umsatzsteuer vor der Bestellung an. Das Upgrade wird erst nach bestätigter Zahlung aktiviert. Das bestehende Ende der Jahreslaufzeit bleibt erhalten. Ab der folgenden automatischen Verlängerung wird der bei der Upgrade-Bestellung bestätigte volle Jahrespreis des höheren Tarifs berechnet. Bei einer für den Zahlungsanbieter zu kleinen Restdifferenz wird stattdessen ein regulärer Wechsel zum Laufzeitende angeboten. Kann ein bereits bezahltes Upgrade wegen eines zwischenzeitlich geänderten Vertrages nicht aktiviert werden, wird die Upgrade-Zahlung vollständig erstattet.

8. Laufzeit und Kündigung

Ein Monatsabo läuft jeweils einen Monat, ein Jahresabo jeweils zwölf Monate. Es verlängert sich um denselben Zeitraum, sofern es nicht vor Beginn der nächsten Laufzeit gekündigt wird. Eine zusätzliche Kündigungsfrist besteht nicht. Der Inhaber kann im Kundenbereich unter „Abo & Abrechnung“ zum Ende der bezahlten Laufzeit kündigen oder uns in Textform kontaktieren. Eine Kündigung beendet die Leistung nicht vorzeitig; das Abo bleibt bis zum angezeigten Laufzeitende nutzbar. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

9. Mitwirkung, Prüfung und Datensicherung

Der Kunde stellt zutreffende Stammdaten und erforderliche Rechte an hochgeladenen Dateien sicher. Automatisch ausgelesene Werte und Buchungsvorschläge können fehlerhaft sein. Verantwortliche Personen müssen insbesondere Beträge, Empfänger, Fälligkeiten, Kontierung und Zahlungsdateien vor Freigabe oder Verwendung prüfen. Automatische Vorschläge ersetzen weder eine menschliche Freigabe noch die steuerliche Beurteilung durch eine hierzu befugte Person.

Der Kunde ist für seine gesetzlichen Aufbewahrungs- und Buchführungspflichten verantwortlich und sollte erforderliche Unterlagen regelmäßig exportieren. Vor Vertragsende sind benötigte Daten rechtzeitig zu sichern. Gesetzliche Herausgabe-, Aufbewahrungs- und Löschpflichten bleiben unberührt. Eine Nutzung für rechtswidrige Inhalte oder zur Beeinträchtigung anderer Systeme ist unzulässig.

10. Betrieb, Datenschutz und Vertraulichkeit

Wir ergreifen angemessene Maßnahmen für einen sicheren Betrieb und beheben uns bekannt gewordene Störungen im Rahmen unserer vertraglichen Pflichten. Zeitweise Einschränkungen können durch notwendige Wartung oder nicht von uns zu vertretende Ereignisse entstehen. Planbare wesentliche Einschränkungen kündigen wir soweit möglich an. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote wird nur durch eine gesonderte Vereinbarung zugesagt. Gesetzliche Mängelrechte bleiben bestehen.

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten und zu eingesetzten Dienstleistern enthält die Datenschutzerklärung. Soweit für die Verarbeitung im Auftrag erforderlich, ist vor der Übermittlung entsprechender personenbezogener Daten eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO abzuschließen. Vertrauliche Kundeninformationen dürfen nur zur Vertragserfüllung und aufgrund gesetzlicher Pflichten verwendet werden.

11. Haftung

Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, ausdrücklich übernommenen Garantien und nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages ermöglicht und auf die der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Diese Haftung ist auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Diese Regelungen gelten entsprechend für gesetzliche Vertreter und Erfüllungsgehilfen; zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

12. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Der Gerichtsstand richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Änderungen dieser AGB für bestehende Verträge bedürfen einer wirksamen Vereinbarung; bloßes Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, gelten an ihrer Stelle die gesetzlichen Regelungen. Die übrigen Bestimmungen bleiben wirksam.

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